Kunst am Bau

Wir betrachten Kunst als integrativen Bestandteil der BUWOG-Wohnkultur. Ein Bestreben, das bereits durch zahlreiche Auszeichnungen belohnt wurde.

Kunst am Bau darf jedoch nie um ihrer selbst willen geschaffen werden. Vielmehr wollen wir einen einzigartigen, erlebbaren Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Fassaden-Kunstprojekt Teil 2: "She lives in her Phone"

Seit Mitte Oktober 2016 ist auf der Fassade des BUWOG-Wohnhauses am Hietzinger Kai 131 – hier befindet sich auch die Zentrale des Unternehmens – temporär ein großflächiges Kunstwerk von Anna Zwingl zu sehen. Unter dem Titel „She lives in her Phone“ präsentiert die Kunstschaffende, die bereits Ausstellungen in Wien, München und Amsterdam zeigte, das Verhältnis von Konstruktion, ihrer Struktur und die zu ihrer Form führenden – sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, historischen und ästhetischen – Bedingungen. Im Zentrum des Motivs steht eine Interpretation des Haus Rufer, das 1922 von Adolf Loos erbaut wurde und nur wenige Gehminuten entfernt der BUWOG-Zentrale liegt. Rund um das historische Haus kreierte die Künstlerin eine Überlagerung von Bildern und Motiven, die die Hauptperson gleichzeitig zeigen und verdecken soll.

Fassaden-Kunstprojekt Teil 1: „Habitat oder Wie wir wohnen wollen“

Im Mai 2016 startete die BUWOG Group erneut ein temporäres Kunstprojekt auf der Fassade des Wohnobjektes am Hietzinger Kai in Wien, wo sich auch die Zentrale des Unternehmens befindet. Sehen Sie im folgenden Video ein Making-of der Installation des Kunstwerks und hören Sie das Künstlerduo Sabine Bitter und Helmut Weber im Interview über ihre Beweggründe sprechen.

25 Gardens

Hertha-Firnberg-Straße 7, 1100 Wien

Matt Mullican

Der amerikanische Künstler Matt Mullican hat schon in den bedeutensten Museen der Welt ausgestellt bzw. an vielen Universitäten für Kunst unterrichtet. Das Werk dieses Künstlers besteht aus einer künstlich geschaffenen Kosmologie, in der unter anderem vorgefundene Gegenstände gesammelt, transformiert und neu geordnet werden.

Die „Hängenden Gärten“ am Wienerberg ist ein Projekt der BUWOG, zu dem Architekt Lautner Pläne erarbeitete. Mit dieser Siedlung soll Wohnen mit besonderer Qualität verbunden werden.

Matt Mullican entwickelte eine 10-teilige Aluminiumarbeit, die in diesem Wohnkomplex aufgestellt wurde. Unter dem Titel „25 Gardens“ lud der Künstler die Bewohner der Wohnanlage ein, ihm einen Gegenstand aus ihrem täglichen Bedarf, der für Sie Bedeutung hat, zu borgen. Mullican gestaltet Abgüsse dieser Gegenstände und stellte Platten her, in denen sie plastisch abgebildet sind. Die Platten wurden in Räumen, die öffentlich und für alle Mieter zugänglich sind, aufgestellt. So entstanden Skulpturen, die die persönliche Geschichte der Menschen einbeziehen. Sie wird auch für alle nachfolgenden Mieter, für die eigenen Kinder, Kindeskinder, Besucher, Freunde oder auch Fremde nachvollziehbar sein. Mieter und Gäste können diese Objekte auch benützen, indem sie drauf sitzen, etwas vorübergehend abstellen oder sich einfach auch über ihre Bedeutung Gedanken machen.

Zur Einführung des Projektes »25 Gardens« wurde für Mieter, potentielle Mieter, Mitarbeiter der BUWOG und Publikum ein Workshop angeboten. In diesem Rahmen hat Matt Mullican über sein Werk, die Idee und Konzeption für dieses Projekt erzählt und der Produzent über die Herstellung aus technischer Sicht berichtet.

Warten auf Vögel - Innen und Aussen

OASE 22; Adelheid-Popp-Gasse 1

Eine künstlerische Intervention

Josef Bernhardt

588 Stück auf Stangen montierte Nistkästen dicht an dicht, auf dass sie Vögeln zur Benutzung dienen sollen. Allein die Lage der Installation, mitten in der Stadt, auf der Karlsplatz vor dem project space der Kunsthalle Wien und auch die an den kommunalen Siedlungsbau erinnernde Anordnung der „Wohneinheiten“ zeigte, dass eine gewisse Verbindung zwischen Mensch und Vogel, zwischen Wohnung und Nistkasten besteht. In der Wohnhausanlage OASE 22 sind die Nistkästen in einem Massstab von 1:10 vergrößert – Drei, die in luftiger Höhe auf die Vögel Warten, und Zwei am Boden stehend, mit einer Tür versehen. Dies gibt dem Betrachter die Möglichkeit die am Boden stehenden Nistkästen zu betreten - er kann einen Blick aus den Nistkasten ins Freie machen - er kann den Standpunkt, die Sichtweise, eines Vogels einnehmen. Josef Bernhard: „Durch dieses Schlüpfen in eine andere Identität werden wir vielleicht toleranter, hinterfragen eingeschlagene Wege nach ihrer Sinnhaftigkeit und verlieren die Ablehnung gegenüber den Vögeln in der Stadt." Die Bewohner und Besucher der OASE 22 sollen aktiv von dieser Möglichkeit des Betretens der Nistkästen Gebrauch machen, Fotos anfertigen vom Blick nach Außen und dadurch miteinander ins Gespräch kommen.

Look – Wohnen & Staunen

Kaiserebersdorfer Straße 35-37, 1110 Wien

Gerwald Rockenschaub

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Die Wohnanlage besteht aus 4 einzelnen Objekten. Im ersten Objekt sind 2 Wohnungen, im zweiten 12, im dritten und vierten Objekt jeweils 6 Wohnungen untergebracht. Jede Wohnung wird durch ein sich vom restlichen Baukörper abhebendes Erkerelement definiert. Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen zur künstlerischen Gestaltung bildeten diese für die Anlage charakteristischen Erkerelemente. Diese Elemente sollen mit farbigen, pulverbeschichteten Metallplatten an allen Frontseiten so verkleidet werden, dass sie diese wie eine Klammer oder Spange umschließen, d.h. die Unter- und Oberseite der Erker sind davon ausgenommen. Die Verteilung der Metallplatten soll sich nach den Normgrößen, der besten Flächennutzung und nach vorhandenen Elementen wie Fenstern und Türen richten. Jedes Erkerelement soll eine individuelle Farbe erhalten, sich dadurch vom Gesamtobjekt differenzieren und den architektonischen Körper betonen. Der Rest jedes Baukörpers soll weiß gestrichen werden. Für jedes der 4 Objekte ergibt so eine spezielle, individuelle Farbkombination

Passer

Saileräckergasse 47, 1190 Wien

Martin Kaar

Martin Kaar gestaltete die Arbeit für den Eingangsraum des Wohnhauses der BUWOG in der Saileräckergasse. Wie stets geht es ihm dabei um das Verhältnis von Illusion und Wirklichkeit. Hat er in früheren Installationen aus flächigen Bildern immaterielle Skulpturen wie drei Säulen oder geometrische Körper wie acht Würfel in einer Ecke entstehen lassen, die man nur von einem idealen „Blickpunkt“ sehen konnte, ist das Erlebnis in umgekehrter Richtung zu erfahren.Martin Kaar hat vier Licht - Linien im Raum so angebracht, dass man von einer Position die Umschreibung eines Quadrates sehen kann. Die Form erinnert an die Druckerzeichen, die dazu dienen, Bilder der Farbe entsprechend auf dem Papierbogen auszurichten, was den Titel ‹Passer› erklärt, denn Drucker nennen diese Zeichen so. In dieser Ausrichtung kann man die »Passer« nur vom Eingang aus sehen; sogleich nach Betreten des Raumes löst sich für den Betrachter die geometrische Bildfläche in einzelne Lichtquellen und Linien auf.

Intensification-Matrix

Heller-Park, Gußriegelstraße 17, 1100 Wien

Friedrich Biedermann

Das Punktieren von Raum durch die Zeichnung/ Schraffur der Bewegung.

Methodik der Zeichnung. In der Regel ist die künstlerische Zeichnung eine Handzeichnung. Eine Zeichnung ist ein Bild, ein Motiv, dass in vereinfachender Weise mit Linien und Strichen dargestellt wird. Das „Zeichnen“ ist begriffsgeschichtlich mit „Zeichen“ verwandt. Nach der klassischen Auffassung betont eine Zeichnung, im engeren Sinne, die Umrisslinien eines Motivs. Um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen, werden diese Linien mit Hilfe von weiteren Strichen/Schraffuren ergänzt. Die Darstellung ist dabei entweder monochrom oder verwendet vorgegebene Farben. „Die Linie“ als das spezifische Charakteristikum der Zeichnung, hat historische Entwicklungen durchlebt. Obgleich die Linie als individuelles Markenzeichen jedes Zeichners anzusehen ist, gab es in der Renaissance einen allgemein anerkannten Linientyp: die „schöne“ Linie. Sie ist rund, schwingend und kurvig. Darüber hinaus existierten, im Bereich des architektonischen Zeichnens, gerade und starre Linientypen. „Die Schraffur“ setzt den zeichnerischen Gedanken der Linie in der Fläche fort. Sie wird eingesetzt, um in der Zeichnung räumliche Effekte sowie unterschiedliche Tonwerte darzustellen. Dazu werden in gleichmäßigen Abständen dünne Linien in einem Winkel schräg zur Hauptlinie gezogen.

Der Entwurf des Kunstobjektes zeigt mittels „Lighttapes“ verschiedene Linientypen. Die Schraffuren der Zeichnungen werden bei diesem Kunstobjekt durch Material, Form und Lichtlinien der „Lighttapes“ verfestigt. Sie öffnet einen neuen Betrachtungsraum. Die Schraffuren dienen auch als Trägermaterial für Bilder und Texte, die per Schablone auf die Tapes gezeigt werden. Somit wird das Gebäude durch das Kunstobjekt verortet.

Kunst im öffentlichen Raum

Lascygasse 23–25, 1170 Wien

Karl-Heinz Ströhle & Martin Srauss

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Die BUWOG Group, die nicht zum ersten Mal beim Bauen auf kreative Lösungen Wert legt, und immer gerne mit Künstlern kooperiert wie auch mit renommierten Architekten, bat zwei renommierte Gestalter, den Hof in der Wohnungsanlage Lascygasse zu gestalten. Karl-Heinz Ströhle und Martin Strauß haben beeindruckende Karrieren hinter sich, gemeinsam haben sie schon den einen oder anderen außergewöhnlichen Auftritt bei der Gestaltung von Außenräumen inszeniert. Ist das jetzt also Kunst am Bau ohne Bezug zu den Bedürfnissen der Benutzer, was die Bewohner der Lascygasse erwartet? Der Innenhof darf in seiner hoch formalisierten Gestaltung durchaus als Kunstwerk bezeichnet werden. Doch im Gegensatz zu Objekten, die geläufig unter diesem Titel anzutreffen sind, soll dieses nicht nur bestaunt, sondern von den Bewohnern der Wohnungsanlage auch zu deren Vergnügen und ihrer Erholung benutzt werden. Das ist eben das neue an diesem Projekt, sagen die beiden Künstler Karl Heinz Ströhle und Martin Strauß, dass es sich dabei im Gegenteil zur Kunst im traditionellen Sinne um ein nutzerorientiertes Projekt handeln werde. Dabei ist die Aufgabe einen Innenhof so zu gestalten, dass er von den Wohnungsbenutzern akzeptiert wird, ohnehin schon alles andere als leicht. Die Zahl der leer stehenden Höfe und Gartenanlagen, wo sich im Sommer höchstens einmal eine Biene hin verirrt, wird so manchen Bauherren und Gartengestaltern vielleicht schon zu denken gegeben haben. Ströhle und Strauß hingegen wollen den Innenhof in der Lascygasse zu einem Wohlfühlobjekt für alle machen. Wichtig dabei: Sichtschutz nach außen hin und intime Rückzugsmöglichkeiten innen drin. Hecken werden in Halbkreisen so angeordnet, dass eine Art Labyrinth entsteht. Darin findet jeder seine Rückzugs-möglichkeit. Dabei werden sich die kleinen Hofbenutzer freuen, dass die Spielgeräte ins Gesamtkonzept der Gestaltung eingebunden wurden, was nichts anderes bedeutet, als dass es an jeder Ecke, auf jedem Rasenstück immer mal ein anderes Gerät gibt. So wird der Kinderspielplatz nicht zum Ghetto für die Kleinsten, ohne dass dabei der ganze Hof zu einem Riesenspielplatz würde. Während die ästhetisch Anspruchsvollen unter den Hofbenutzern sich vielleicht an den gestalterischen Details erquicken werden, an der Kombination von Asphalt und Rasen zum Beispiel, die in einer autonomen Linienführung dem Anblick des Hofes einen spezifischen Reiz verleihen.

Skulptur - R

Hietzinger Kai 131, 1130 Wien

Brigitte Kowanz

Skulptur R ˆ Ein Rechts ˆ Knicken L ˆ Ein Links Knicken Als erstes Projekt im Zuge der Neuorientierung der BUWOG Group, die vermehrt künstlerische Interventionen in, am und um Wohnbau umsetzen wollte, wurde die Künstlerin Brigitte Kowanz eingeladen, eine Arbeit in situ für das von Gert M. Mayr-Keber neugestaltete Kundenzentrum zu entwickeln. In Kooperation mit der Werkstatt Kollerschlag, Neon Line und mit künstlerischer Beratung von Prof. Edelbert Köb entstand die Skulptur R ˆ Ein Rechts ˆ Knicken L ˆ Ein Links Knicken vor dem Eingangsbereich des Kundenzentrums in Wien am Hietzinger Kai 131 im September 2001.

Zu verkaufen/zu vermieten

Hietzinger Kai 131, 1130 Wien

Gerold Tagwerker

„ZUVERKAUFEN/ZUVERMIETEN“ ist eine Collage aus typischen Immobilien- Kleininseraten in Verbindung mit dem Logo der BUWOG Group. „Die Immobilienanzeigen sind ein Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse“ erklärt Gerold Tagwerker. Immobilienanzeigen spiegeln aktuelle Wohn- und Lebensverhältnisse wider. Sie vermitteln Wunschvorstellungen des Wohnens, geben Einblicke in momentane Trends, zeugen aber auch von Not- und Missständen. Als Texte erscheinen sie manchmal fast abstrakt, zielen aber „selbstredend“ auf Wünsche und Vorstellungen des Wohnens und werden genauso selbstverständlich gelesen und rezipiert. Tagwerkers Objekte entstanden als Collage aus realen Kleinanzeigen und Annoncen des Immobilienteils diverser Zeitungen. Die Anzeigen erscheinen in den collagierten Bildern zu einem grafischen Schriftund Textteppich verwoben, der sich über die gesamte Fassadenbreite des Gebäudes erstreckt, sich in die Struktur der Außenfläche einfügt. „Es ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerisches Konzeptes, dass die BUWOG Group sich mit ihrem Logo im Kontext des Kunstprojektes als Teil dieses vom Künstler einer Analyse unterzogenen Marktes deklariert und sich quasi einer Selbstkritik unterwirft“, so Tagwerker.

Blue Box

Hietzinger Kai 131, 1130 Wien

Martin Kaar

Das grundsätzliches Herangehen von Martin Kaar war, dass keine dekorative Applikation, die theoretisch auf jede beliebige Trägerfläche (Fassade) montiert werden kann, gewollt war. Ihn interessierte vielmehr eine Arbeit, die auf die Besonderheiten der Architektur eingeht und mit dieser eine »Gesamtheit« bildet. Das charakteristische an diesem Bau sind bestimmt die vor-und zurückspringenden Balkone und die »Fortsetzung dieses Motivs« mit dem um 45 Grad gedrehten Stiegenhaus. Deshalb hat Martin Kaar auf die beiden Seitenteile verzichtet und sich auf die vier Mittelteile im Bereich des Stiegenhauses beschränkt und gewissermaßen dieses »Motiv« noch einmal weiterverwendet / interpretiert. Die Arbeit ist so konzipiert, dass von einem bestimmten Blickpunkt zwei übereinander schwebende »würfelartige Gebilde« wahrnehmbar sind. Da sich dieses Bild jedoch über mehrere, jeweils im rechten Winkel zueinander stehenden Bildflächen erstreckt und die wahrgenommene Raumgeometrie nicht mit der realen Geometrie übereinstimmt verändern sich diese Gebilde mit der Bewegung des Betrachters. Es entsteht eine scheinbare Bewegung der sich immer mehr verzerrt darstellenden »Würfelgebilde

Transpara Transparadiso – ganz nah so fern

Hietzinger Kai 131, 1130 Wien

Barbara Holub & Paul Rajakovics

Stimmen und Bilder aus Satellitenschüsseln sprechen heute oft mehr zu uns, als wir selbst miteinander. Sie bringen Parallelwelten in unsere Wohnzimmer, begleitet von dem Versprechen, damit an der Welt teilzuhaben. Jede für sich. Ganz individuell und frei von Fixkosten. Sie markieren allgegenwärtig den urbanen und ruralen Raum, und werden von ArchitektInnen meist als unerwünschte Zusatzästhetik betrachtet. Die Satellitenschüssel wurde zum Signifikat des Wohnbaus. Die Fassade der BUWOG Group am Hietzinger Kai wendet ihre Abseitsseite des Wohnens - jene, die nicht spricht - dem vielbefahrenen Kai zu. „Ganz nah so fern“ setzt eine raumgreifende, überdimensionale Satellitenschüssel aus vielen kleinen Satellitenschüsseln zusammen, die zu flirren scheinen, so als würden sie versuchen, ihre vielen kleinen Blicke den vorüberfahrenden Autos zuzuwenden. Die Fassade tritt somit in direkte Kommunikation mit den Passanten und stellt unser mittlerweile oft einseitiges oder reduziertes Kommunikationsverhalten der Vielfalt an Informationen, die aus den Satelliten zu uns dringen, gegenüber.

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